EXIF-Daten mit dem EXIF-Viewer auslesen

Das Exchangeable Image File Format, kurz EXIF, dient dazu Bilddateien um sogenannte Metadaten zu erweitern. So enthalten Bilder aus Digitalkameras oder Smartphones neben den eigentlichen Bilddaten eine Vielzahl an Zusatzinformationen. Etwa das Datum der Aufnahme, Belichtungszeit oder, sofern das Aufnahmegerät eine entsprechende Funktion hat, die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts.

EXIF-Viewer für Google Chrome

EXIF-Daten mit Windows-Bordmitteln auslesen

EXIF-Daten werden von nahezu allen Kameras in die fertigen JPG-Dateien geschrieben. Doch wie lassen sie sich auslesen? Generell unterstützen alle gängigen Betriebssysteme, also Windows, Linux und Mac OS, die rudimentäre Anzeige von EXIF-Daten über die jeweiligen Datei-Verwaltungs-Programme. Diese können aber oftmals nicht alle gespeicherten Daten darstellen, sondern beschränken sich auf die wesentlichsten Punkte wie Datum, Kameramodell und Verschlusszeit.

Kleine Helfer und nützliche Tools

Zwar können ausgewachsene Bildbearbeitungen wie Adobe Photoshop in der Regel alle EXIF-Daten einer Datei auslesen, aber bloß, um schnell mal nachzuschauen, wo ein Bild eigentlich aufgenommen wurde oder welche Belichtungszeit verwendet wurde, lohnt wohl weder die Anschaffung so teurer Software, noch der Start im konkreten Fall. Kleine EXIF-Tools, die es oft sogar kostenlos im Internet zum Download gibt, schaffen hier Abhilfe.

Das Tool EXIF-Viewer

Besonders praktisch ist das Tool EXIF-Viewer für Microsoft Windows. EXIF-Viewer ist ein gerade einmal 6MB großes Tool, mit dem wirklich alle Metadaten einer Bilddatei ausgelesen werden können.

Anders als mit Windows-Bordmitteln und auch vielen anderen Tools, lassen sich mit dem EXIF-Viewer auch ganze Verzeichnisse voller Bilder einlesen. Durch diese kann der Nutzer dann entweder einfach hindurchblättern (in der Standardeinstellung wird dabei natürlich eine Vorschau des eigentlichen Bildes angezeigt) oder sie aber in eine Excel-Tabelle exportieren.

Beim Export ist es natürlich auch möglich, nur bestimmte Teile der Daten zu exportieren. Das kann zum Beispiel praktisch sein, um die zeitliche Verteilung eines Satzes Bilder zu ermitteln oder nur die mit einer bestimmten Kamera oder Einstellung aufgenommenen Bilder herauszufiltern. Auf diese Weise ist es Fotografen möglich, eine völlig neue Perspektive auf ihre Bilddaten einzunehmen.

Weiterhin ist es möglich, mehrere Bilder parallel zu öffnen und die ausgelesenen Daten miteinander zu vergleichen. Gerade wenn zwei Aufnahmen des selben Motivs ganz unterschiedlich aussehen, erlauben Informationen über Verschluss- und Belichtungszeiten wertvolle Rückschlüsse.

Darüber hinaus bietet der EXIF-Viewer auch Möglichkeiten zur Umbenennung der ausgelesenen Dateien. So ist es dann zum Beispiel möglich, als Dateinamen stets Datum und Uhrzeit der Aufnahme zu verwenden, was für mehr Übersichtlichkeit bei der Dateiverwaltung sorgen kann.

Alt aber gut

Optisch ist der nicht mehr ganz taufrische EXIF-Viewer inzwischen etwas angegraut und wirkt ein bisschen aus der Zeit gefallen, doch auch unter neuen Windows-Versionen tut er weiter wacker seinen Dienst und ist, zumindest unter den kostenlosen Programmen, weiter eines der besten EXIF-Tools seiner Art.

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